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Microsoft Windows Server Build 1709 & Version 2016 [Update]

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Microsoft spricht immer mehr von Windows Server (ohne Jahreszahl) oder Cloud OS -> gemeint ist aber das gleiche OS von der Code-Basis

Größte Neuerung- es gibt zukünftig zwei Windows Server „Schienen“:

  1. Semi-Annual Channel – 1. Release ist jetzt die Version 1709 (die Namensgebung sieht wie beim Client-OS aus Jahr & Monat des Announcements, nicht ab wann es verfügbar ist), ab sofort wird’s immer im März/April und September/Oktober neue Releases geben:
    1. Reine Windows Core-Versionen, d.h. keine GUI mehr (nur noch per Powershell und Remote-Verwaltung z.B. Projekt „Honolulu“)
    2. Maximale Nutzungsdauer: 18 Monate, dann muss zwingend (aus Lizenzsicht) auf eine neue Build-Version gehen, technisch würde es auch weiterhin funktionieren
    3. Einsatzbereich (nach Microsoftempfehlungen als single-Service Hosts): DNS, DHCP, Webserver, Hyper-V Hosts
  2. Windows Server 2016 – hier spricht Microsoft jetzt von einer LTSC (Long-Term-Support-Channel) Version
    1. Weiterhin mit GUI (GUI wird auch weiterhin für Server wie Exchange oder SQL notwendig sein, zumindest in den kommenden Versionen)
    2. Nutzungsdauer unbeschränkt wie seither, Support/Sicherheitsupdates 10 Jahre, d.h. bis 2026 (+ falls notwendig zusätzlicher kostenpflichtiger Support bis max 16 Jahre)

In den Details liegt jetzt die Komplexität oder auch der Mehrwert…:

 

Semi Annual Channel Versionen

  • Lizenzierung: Es wird IMMER eine SA (Software-Assurance) benötigt
  • Einschränkung was die Build-Version Inhalte angeht
    • Build 1709: Viele Updates zum Thema Nano-Server, Network Encryption, Shielded VMs (für hochsichere oder hybride Umgebungen mit Cloud interessant), SMB 1 deaktiviert (wegen Viren) + VM-Loadbalancing unter Hyper-V optimiert (geht jetzt auch ohne Systemcenter)
    • Build 1803 (oder 1804): Viele Updates zum Thema Storage-Spaces (mit ReFS Filesystem Deduplication z.B. wo man zwischen 30-80% einspart) & Hyper-V Updates mit Einführung von Cluster-Sets (ab Server 2016 oder 1709 Build supportet) + Scripting bei Neustarts optimiert (z.B. dass der DC sofort startet und der Exchange erst, wenn der DC auch da ist) + flexible Domain-Setups (Anwendung z.B. bei Storage-Spaces direkt, aber soll auch für andere Bereich kommen, was genau weiß man noch nicht – man kann diese zukünftig in einer anderen Windows-Domain z.B. inhouse vorbereiten und dann zum Kunden bringen)

 

Lizenzierung Windows Server generell:

  • OEM/ROK/SB wird es weiterhin geben
  • Downgrades bleiben weiterhin kostenlos (allerdings muss die Lizenz und Datenträger auch weiterhin bereits vorhanden sein)
  • CALs für den Zugriff – für Semi Annual Channel und LTSC, immer die Server 2016 CALs (User/Device)
  • Zukünftig wird es keine R2 Versionen mehr geben
  • Wichtiger denn je ist es in Zukunft mit dem Kunden zu klären in welche „Schiene“ er möchte -> bei OPEN Lizenzen muss die SA DIREKT beim Kauf mit erworben werden, bei den OEM/ROK/SB kann die SA bis zu 90 Tage danach noch erworben werden
  • End-of-Sale Server 2012 R2 -> Dezember 2017
    • Wichtig aus meiner Sicht für Kunden die >8-Core CPUs haben, da könnte es Sinn machen noch 2012 R2 Datacenter zu erwerben (da keine Core-Beschränkung), sonst denke ich kann man direkt auf 2016 gehen und downgraden

Upgrades

Durch die Notwendigkeit des regelmäßigen Aktualisierens, soll das zukünftige „inplace“ Upgraden von einer alten Version auf eine neue Version weiter optimiert werden (irgendwann evt ohne Reboot)

In Azure sind wohl schon Technologien aktiv, die ein Upgrade innerhalb 1sec erlauben.

Und als letztes – es wird zukünftig eine Art V-Center für Windows geben (so meine Interpretation) – Projekt Honolulu.

Aktuell ist es noch in der Technical Preview, wird aber demnächst final sein.

Die aktuellen Features:

  • Monitoring
  • Failover Cluster Manager
  • Hyper-Converged Cluster Manager
  • Server-Manager Ersatz (der wird so nicht mehr weiterentwickelt)
  • Domain-übergreifendes Management ist möglich
  • Ab Server 2012 können Server verwaltet werden
  • Browser die supportet sind: Edge & Chrome
  • Nächstes Preview Release kommt noch: AD-Verwaltung & RDS Deployment dazu (in den nächsten 2 Wochen) + Gruppierung von Systemen und AD-Objekten soll kommen
  • kostenlos

Technik: Gateway & Webserver können auf einem lokalen Server 2016 oder einem Windows 10 Client installiert werden

Warum ? Da es ja immer mehr dahin geht den Core-Server oder Hybride Umgebungen (mit Azure) einzusetzen und zu verwalten und nicht alle immer alles in der Powershell machen wollen, wird dieses Tool immer wichtiger.

 

https://channel9.msdn.com/Blogs/windowsserver/Project-Honolulu-overview?wt.mc_id=DX_59362

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